Abgedichtete Kellerwand im Arbeitsraum

Schimmel im Keller: Ursache finden, richtig entfernen, dauerhaft verhindern

Von Blerim Rama, Dachdeckermeister · RAMA Abdichtungstechnik, Frankfurt am Main · Stand: Oktober 2026

Kurz zusammengefasst Schimmel im Keller entsteht immer durch zu viel Feuchtigkeit: meist durch Sommerkondensation beim Lüften, durch aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchte im Mauerwerk oder durch eine Leckage. Kleine, oberflächliche Flächen unter etwa 0,5 m² dürfen Sie laut Umweltbundesamt selbst entfernen. Größerer Befall gehört in die Hand eines Fachbetriebs. Dauerhaft verschwindet der Schimmel erst, wenn die Feuchtequelle beseitigt ist.

Was der Schimmel über Ihren Keller verrät

Schimmel im Keller ist kein eigenständiges Problem, sondern das sichtbare Symptom einer Feuchtequelle. Schimmelpilz-Sporen sind überall in der Luft. Wachsen können sie nur, wo über längere Zeit Feuchtigkeit und ein Nährboden zusammenkommen: Kartons, Holzregale, Tapeten, Gipsputz, Leder oder Staub auf der Wand.

Für die Praxis heißt das: Wer nur den Belag abwischt, hat nach einigen Wochen oder Monaten denselben Fleck wieder. Die richtige Reihenfolge lautet deshalb: zuerst die Ursache bestimmen, dann die Feuchtigkeitsquelle beseitigen, dann das Mauerwerk trocknen lassen, dann den Schimmel behandeln und den Putz erneuern. Wie eine fachgerechte Kellerabdichtung in Frankfurt abläuft, sehen Sie auf unserer Leistungsseite. In diesem Artikel geht es um den Schritt davor: herausfinden, woher die Feuchtigkeit kommt.

Die vier Ursachen für Schimmel im Keller

Fast jeder Schimmelbefall im Keller lässt sich auf eine von vier Feuchtequellen zurückführen, oft auch auf eine Kombination aus zwei.

1. Kondensation, vor allem im Sommer

Die häufigste Ursache in Kellern, deren Abdichtung eigentlich in Ordnung ist. Warme Sommerluft kann viel Wasserdampf tragen. Strömt sie durch ein gekipptes Kellerfenster ein, kühlt sie an den 12 bis 15 °C kalten Kellerwänden ab. Kalte Luft kann weniger Wasser halten, der Überschuss schlägt sich als Kondenswasser auf der Wand nieder. Man lüftet den Keller also buchstäblich feucht. Typisch: Befall an Außenwandecken, hinter Regalen, an der Kellerdecke und auf gelagerten Gegenständen, oft erst im Spätsommer.

2. Aufsteigende Feuchtigkeit

Fehlt die Horizontalsperre im Mauerwerk oder ist sie nach Jahrzehnten unwirksam, zieht das Mauerwerk Wasser aus dem Boden kapillar nach oben, wie ein Docht. Das betrifft vor allem Altbauten. Typisch ist ein feuchter Sockelbereich mit einer recht klaren Grenze, darüber oft Salzausblühungen und abplatzender Putz. Der Schimmel sitzt dann im unteren Wandbereich.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen

3. Seitlich eindringende Feuchtigkeit

Ist die Außenabdichtung der Kellerwand beschädigt, fehlt sie oder funktioniert die Drainage nicht mehr, dringt Bodenfeuchte oder Sickerwasser von außen ein. Das Feuchtebild hängt am Gelände: dort, wo Regenwasser am Haus versickert, an Fallrohren, an Lichtschächten, an Rissen. Nach Starkregen wird es deutlich schlimmer. Wie die Wand dann abgedichtet wird, erklärt unser Ratgeber Kellerwand abdichten.

4. Leckagen und Wasserschäden

Eine tropfende Wasserleitung, ein undichter Heizungsanschluss, ein Rückstau aus dem Bodenablauf oder ein früherer Wasserschaden, der nie richtig getrocknet wurde. Typisch: ein örtlich klar begrenzter Fleck, der nicht zur Außenwand passt.

Einen breiteren Überblick über alle Feuchtequellen im Haus, auch oberhalb des Kellers, gibt unser Beitrag zu den Ursachen feuchter Wände.

Kondensation oder feuchtes Mauerwerk: So unterscheiden Sie die Ursachen

Die wichtigste Frage ist, ob die Feuchtigkeit aus der Luft oder aus der Wand kommt, denn davon hängt ab, ob Lüften genügt oder abgedichtet werden muss. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Merkmale.

MerkmalKondensationAufsteigende FeuchteSeitlich eindringende FeuchteLeckage
Wann am schlimmstenSommer, schwüle Tageganzjährig ähnlichnach Regen, Schneeschmelzedauerhaft oder plötzlich
Wo an der WandEcken, Decke, hinter MöbelnSockel bis ca. 1 m Höheflächig, an erdberührten Wändenpunktuell, nahe Leitungen
Salzausblühungenseltenhäufig, mit Feuchtegrenzehäufigselten
Wand innen im Kerntrockenfeuchtfeuchtfeucht im Umkreis
Lüften hilft?ja, wenn richtig gelüftetneinneinnein

Was Sie selbst prüfen können

  1. Hygrometer aufstellen. Ein digitales Thermo-Hygrometer gibt es ab etwa 10 Euro. Messen Sie zwei Wochen lang morgens und abends. Liegt die relative Luftfeuchte dauerhaft über 65 %, ist Schimmelwachstum wahrscheinlich.
  2. Alufolien-Test. Kleben Sie ein Stück Alufolie, etwa 30 × 30 cm, an allen Rändern luftdicht mit Klebeband auf die verdächtige Wandstelle. Nach 24 bis 48 Stunden abnehmen. Beschlägt die Raumseite, kommt die Feuchtigkeit aus der Luft (Kondensation). Ist die Wandseite feucht, kommt sie aus dem Mauerwerk.
  3. Muster beobachten. Notieren Sie, ob der Befall nach Regen zunimmt, ob er im Winter zurückgeht und wo genau er sitzt.

Der Alufolien-Test ist ein Indikator, kein Messverfahren. Er zeigt eine Richtung, aber nicht, wie nass das Mauerwerk im Inneren ist. Sind beide Seiten feucht, liegen oft zwei Ursachen gleichzeitig vor.

Wie der Fachbetrieb misst

Für eine belastbare Diagnose reicht ein Oberflächenmessgerät nicht. Diese Geräte reagieren auf Salze und Oberflächenfeuchte und zeigen oft mehr Nässe an, als im Mauerwerk tatsächlich steckt. Wir arbeiten mit CM-Messung vor jeder Sanierungsempfehlung. Bei der CM-Messung (Calciumcarbid-Methode nach WTA-Merkblatt 4-11) wird Bohrmehl aus der Wand entnommen und in einem Druckbehälter mit Calciumcarbid gemessen. Das ergibt den tatsächlichen Wassergehalt des Baustoffs. Wird in mehreren Höhen und Tiefen gemessen, entsteht ein Feuchteprofil: Ist nur die Oberfläche nass und der Kern trocken, spricht das für Kondensation. Nimmt die Feuchte nach oben ab, spricht das für aufsteigende Feuchtigkeit.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen

Ergänzend setzen wir die Thermografie ein. Eine Wärmebildkamera zeigt kalte Wandbereiche, Wärmebrücken und durchfeuchtete Zonen, an denen Kondensat bevorzugt ausfällt.

Ist Schimmel im Keller gesundheitsschädlich?

Kellerschimmel kann die Gesundheit beeinträchtigen, ist aber für gesunde Menschen in der Regel kein akuter Notfall, sondern ein Grund, zeitnah zu handeln. Das Umweltbundesamt (UBA) beschreibt in seinem Schimmelleitfaden von 2017, dass Sporen und Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen allergische und reizende Reaktionen auslösen können. Schimmel kann Atemwegserkrankungen wie Asthma auslösen oder verschlimmern. Einen festen Grenzwert, ab dem Schimmel gesundheitlich bedenklich ist, gibt es nicht.

Besonders vorsichtig sein sollten:

  • Menschen mit Schimmelpilzallergie oder Asthma
  • Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa unter Chemotherapie oder nach einer Organtransplantation

Die Farbe des Schimmels sagt wenig über seine Gefährlichkeit aus. Auch weißer Schimmel kann ein ernstzunehmender Befall sein. Weißer Belag an der Kellerwand ist allerdings häufig gar kein Schimmel, sondern Salzausblühung. Faustregel: Schimmel ist pelzig oder flaumig und lässt sich verwischen, Salz ist kristallin und knistert oder bröselt beim Darüberstreichen.

Sporen gelangen über Treppenhaus, Kleidung und undichte Türen auch in die Wohnräume. Wer Beschwerden hat und einen Zusammenhang vermutet, sollte das ärztlich abklären lassen.

Was tun, wenn der Keller schimmelt?

Die ersten Schritte dienen dazu, die Ausbreitung zu bremsen und die Ursache sichtbar zu machen, nicht dazu, den Schimmel sofort zu beseitigen.

  1. Befall dokumentieren. Fotos mit Datum, betroffene Fläche grob ausmessen. Wichtig für Vermieter, Versicherung und die spätere Diagnose.
  2. Gegenstände von der Wand wegräumen. Befallene Kartons, Papier und Textilien in Säcken entsorgen. Möbel und Regale mit mindestens 5 bis 10 cm Abstand zur Außenwand aufstellen.
  3. Lüftungsverhalten sofort umstellen. Im Sommer kein Dauerkippen mehr (siehe nächster Abschnitt).
  4. Hygrometer aufstellen und messen.
  5. Leitungen kontrollieren. Wasserzähler bei geschlossenen Zapfstellen beobachten, Anschlüsse und Bodenablauf prüfen.
  6. Nicht überstreichen. Anti-Schimmel-Farbe auf feuchter Wand verdeckt den Befall nur.

Schimmel im Keller richtig entfernen

Ob Sie selbst entfernen dürfen, entscheidet die Fläche und die Tiefe des Befalls. Das Umweltbundesamt nennt als Orientierung: kleinerer, nur oberflächlicher Befall unter etwa 0,5 m² kann selbst beseitigt werden, sofern keine Allergie, keine chronische Atemwegserkrankung und keine Immunschwäche vorliegt. Größere Flächen oder Befall, der in Putz, Gipskarton oder Dämmung hineingewachsen ist, gehören zu einem Fachbetrieb für Schimmelsanierung.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen
SituationWer entferntVorgehen
unter ca. 0,5 m², oberflächlich, glatte Flächeselbst möglichfeucht abwischen, mit Ethanol nachbehandeln
über 0,5 m² oder in Putz/Dämmung eingewachsenFachbetriebMaterial entfernen, Bereich abschotten
Befall kehrt nach Entfernen zurückUrsache klären lassenDiagnose mit Messung, dann Sanierung
Bewohner mit Allergie, Asthma, ImmunschwächeFachbetrieb, auch bei kleinen Flächennicht selbst arbeiten

Kleine Flächen selbst entfernen

  • Schutz tragen: FFP2-Maske, Schutzbrille, Einweghandschuhe, waschbare Kleidung.
  • Staubarm arbeiten: Befall nie trocken abbürsten oder abwischen, das wirbelt Sporen auf. Mit einem Haushaltsreiniger feucht abwischen, das Tuch danach entsorgen.
  • Nachbehandeln: 70- bis 80-prozentiger Ethylalkohol (Ethanol) ist als ergänzender Schritt geeignet. Wegen Brandgefahr gut lüften, keine offene Flamme, nicht rauchen.

Was nicht hilft: Chlor und Essig

Chlorhaltige Schimmelentferner bleichen den Befall oft nur aus, sodass er unsichtbar wird, aber nicht entfernt ist. Sie reizen außerdem Haut und Atemwege. Das UBA setzt grundsätzlich auf das Entfernen von befallenem Material und rät vom großflächigen Einsatz fungizider oder biozider Mittel ab. Firmen, die Schimmel ausschließlich mit Desinfektionsmitteln bekämpfen wollen, bezeichnet das UBA als unseriös.

Essig ist auf Kellerwänden besonders ungeeignet. Kalkhaltiger Putz und Beton sind alkalisch und neutralisieren die Säure, die Wirkung verpufft. Zurück bleibt zusätzliche Feuchtigkeit auf der Wand.

Große Flächen: Fachbetrieb

Bei größerem Befall wird der Bereich abgeschottet, befallener Putz wird abgetragen, die Wand gereinigt und erst nach dem Trocknen neu verputzt. Für feuchtes, salzbelastetes Kellermauerwerk eignet sich ein diffusionsoffener Sanierputz nach WTA-Standard. Neuer Putz auf einer Wand, die noch Wasser nachzieht, ist allerdings verlorenes Geld. Deshalb steht die Abdichtung vor dem Putz.

Keller richtig lüften, besonders im Sommer

Lüften Sie den Keller nur dann, wenn die Außenluft weniger Wasser enthält als die Kellerluft, im Sommer also nachts oder früh am Morgen. Entscheidend ist nicht die relative Luftfeuchte draußen, sondern der Taupunkt: die Temperatur, bei der die Außenluft Wasser abgibt. Liegt der Taupunkt der Außenluft über der Temperatur Ihrer Kellerwand, bildet sich Kondenswasser.

AußenluftTaupunktKellerwand 13 °C: Folge
28 °C, 55 % rel. Feuchteca. 18 °Cstarke Kondensation
25 °C, 60 % rel. Feuchteca. 17 °CKondensation
22 °C, 70 % rel. Feuchteca. 16 °CKondensation
18 °C, 75 % rel. Feuchte (Sommernacht)ca. 13,5 °Cgrenzwertig
12 °C, 80 % rel. Feuchte (Herbstmorgen)ca. 9 °CLüften trocknet

Praxisbeispiel: An einem Sommertag mit 25 °C und 60 % relativer Luftfeuchte enthält ein Kubikmeter Außenluft rund 13,8 g Wasser. Kühlt diese Luft im Keller auf 13 °C ab, kann sie nur noch etwa 11,3 g halten. Rund 2,5 g pro Kubikmeter fallen als Wasser aus. Bei einem Kellerraum mit 40 m³ und einem gekippten Fenster, das die Luft im Laufe eines Tages viele Male austauscht, kommen so schnell mehrere Liter Wasser an Wänden und Decke zusammen.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen

Die Lüftungsregeln für den Keller:

  • Sommer (Juni bis August): Fenster tagsüber geschlossen halten. Nur in kühlen Nächten oder früh morgens lüften, wenn es draußen kühler ist als im Keller.
  • Herbst und Winter: Kurzes Stoßlüften mehrmals täglich trocknet den Keller zuverlässig, weil kalte Außenluft kaum Wasser trägt.
  • Kein Dauerkippen, auch nicht „zum Trocknen“.
  • Keine Wäsche im Keller trocknen, wenn keine technische Entfeuchtung läuft.
  • Luftentfeuchter (im Handel meist einige hundert Euro) helfen bei reiner Kondensationsfeuchte, nicht bei nassem Mauerwerk.

Abdichtung als dauerhafte Lösung

Kommt die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk, beseitigt nur eine Abdichtung die Ursache; Lüften, Entfeuchter und Anti-Schimmel-Farbe behandeln dann bloß die Folgen. Welches Verfahren passt, hängt von der Feuchteursache ab, nicht davon, was am einfachsten zugänglich ist.

  • Aufsteigende Feuchtigkeit: nachträgliche Horizontalsperre per Injektionsverfahren nach WTA-Merkblatt 4-10. Sie wird von innen ausgeführt, ohne Erdarbeiten.
  • Seitlich eindringende Feuchtigkeit: Außenabdichtung mit kunststoffmodifizierter Bitumendickbeschichtung (KMB) und Drainage nach DIN 18533. Das ist der Normstandard für erdberührte Bauteile und die einzig dauerhafte Lösung bei Wasser von außen.
  • Wenn außen nicht gegraben werden kann, etwa bei Reihenhäusern oder dichter Frankfurter Innenstadtbebauung: Innenabdichtung mit Dichtschlämme als Kompromiss. Das Mauerwerk bleibt dabei feucht, die Feuchtigkeit kann nur nicht mehr in den Raum eintreten.

Nach der Abdichtung muss das bereits durchfeuchtete Mauerwerk trocknen. Je nach Wanddicke und Feuchtegehalt dauert das mehrere Monate. Erst danach lohnt sich die endgültige Oberfläche. Eine Übersicht aller Abdichtungsleistungen für Keller, Wände und Fassaden finden Sie unter Gebäudeabdichtungen in Frankfurt.

Was kostet es, Schimmel im Keller dauerhaft loszuwerden?

Die Schimmelentfernung selbst ist meist der kleinere Posten; die Kosten bestimmt die Beseitigung der Ursache. Die folgenden Richtwerte basieren auf Projekterfahrung im Rhein-Main-Gebiet, Stand 2026, netto.

MaßnahmeRichtwertBezugsgrößeDauer
Hygrometer, Lüftungsverhalten ändernab ca. 10 €einmaligsofort
Kleine Fläche selbst entfernen (Ethanol, FFP2, Handschuhe)geringe Materialkosteneinmalig1 Stunde
Horizontalsperre per Injektion80–250 €pro Laufmeter Wand1–3 Tage (EFH)
Innenabdichtung mit Dichtschlämme80–150 €pro m² Wandflächeje nach Fläche
Außenabdichtung mit Erdaushub350–500 €pro Laufmeter Wand1–3 Wochen

Was den Preis treibt: Mauerwerksdicke und -art, Tiefe des Fundaments, Zugänglichkeit von außen (Terrasse, Garage, Nachbargebäude), Salzbelastung und ob Putz erneuert werden muss. Bei Altbaukellern sollten Sie mit 20 bis 40 % mehr rechnen als bei einem Neubaukeller mit gleichem Schadensbild.

Rechenbeispiel: Ein Altbaukeller hat an einer 12 m langen Außenwand aufsteigende Feuchtigkeit mit Schimmel im Sockelbereich. Eine Injektion kostet hier 12 × 80 bis 250 Euro, also rund 960 bis 3.000 Euro netto. Dazu kommen Putzabschlag, Trocknungszeit und Sanierputz. Müsste dieselbe Wand von außen freigelegt werden, lägen allein die Abdichtungsarbeiten bei 12 × 350 bis 500 Euro, also 4.200 bis 6.000 Euro netto. Ist die Ursache dagegen Sommerkondensation, kostet die Lösung kaum mehr als ein Hygrometer und eine geänderte Gewohnheit.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen

Genau deshalb ist die Diagnose so wichtig: Angebote für scheinbar dasselbe Problem können zwischen 4.000 und 22.000 Euro liegen. Ausführliche Kostenaufstellungen finden Sie in unseren Ratgebern zu den Kosten einer Kellerabdichtung und den Kosten einer Keller-Trockenlegung.

Schimmel im Mietkeller: Wer ist zuständig?

Mieter müssen Schimmel im mitvermieteten Keller dem Vermieter unverzüglich melden; wer die Beseitigung bezahlt, hängt von der Ursache ab. Eine schriftliche Mängelanzeige mit Fotos ist die Grundlage für alle weiteren Schritte. Liegt ein baulicher Mangel vor, etwa eine defekte Abdichtung, ist der Vermieter für die Beseitigung zuständig. Ist der Schimmel durch falsches Lüften oder Wäschetrocknen entstanden, kann die Verantwortung beim Mieter liegen.

Ob die Miete gemindert werden darf, hängt vom Einzelfall ab, etwa davon, ob der Keller mitvermietet ist und ob bei einem alten Keller überhaupt ein trockener Raum zu erwarten war. Hier helfen Mieterverein oder Rechtsberatung. Für beide Seiten gilt: Eine Messung mit dokumentiertem Feuchteprofil klärt die Ursachenfrage sachlich.

Wann Sie einen Fachbetrieb brauchen

Holen Sie einen Fachbetrieb, sobald der Befall größer als etwa 0,5 m² ist, nach dem Entfernen wiederkommt oder Feuchte in der Wand selbst steckt. Weitere klare Anzeichen sind Salzausblühungen, abplatzender Putz, eine sichtbare Feuchtegrenze am Sockel oder Wasser nach Starkregen. Selbst erledigen können Sie kleine, oberflächliche Flecken, das Lüftungsverhalten und die Beobachtung mit dem Hygrometer.

Häufige Fehler, die wir in Kellern im Rhein-Main-Gebiet sehen:

  1. Überstreichen mit Anti-Schimmel-Farbe, ohne die Ursache zu kennen.
  2. Dauerlüften im Sommer in der Annahme, frische Luft trockne den Keller.
  3. Sanierputz oder Innenabdichtung als Erstes, obwohl Wasser von außen drückt.
  4. Abdichten nach Augenmaß, ohne Messung: teuer, und am Ende oft am falschen Ort.

Häufige Fragen zu Schimmel im Keller

Kann man schwarzen Schimmel selbst entfernen?

Ja, wenn die Fläche kleiner als etwa 0,5 m² ist und der Befall nur oberflächlich sitzt. Das empfiehlt das Umweltbundesamt. Tragen Sie FFP2-Maske, Schutzbrille und Handschuhe, wischen Sie feucht statt trocken und behandeln Sie mit 70- bis 80-prozentigem Ethanol nach. Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten nicht selbst arbeiten.

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller optimal?

Im Keller sollte die relative Luftfeuchte dauerhaft unter 65 % liegen, besser zwischen 50 und 60 %. Liegt sie über längere Zeit darüber, steigt das Risiko für Schimmelwachstum deutlich. Messen Sie mit einem digitalen Hygrometer über mindestens zwei Wochen, morgens und abends, weil einzelne Messwerte wenig aussagen.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen

Warum hilft Essig nicht gegen Kellerschimmel?

Kellerwände bestehen meist aus kalkhaltigem Putz, Mörtel oder Beton. Diese Baustoffe sind alkalisch und neutralisieren die Essigsäure, sodass sie kaum noch wirkt. Zurück bleibt zusätzliche Feuchtigkeit auf der Wand. Für kleine Flächen ist feuchtes Abwischen und eine Nachbehandlung mit 70- bis 80-prozentigem Ethanol die bessere Wahl.

Wie sieht Schimmel durch feuchtes Mauerwerk aus?

Schimmel aus feuchtem Mauerwerk sitzt meist im unteren Wandbereich oder flächig an erdberührten Außenwänden. Typisch sind eine sichtbare Feuchtegrenze, Salzausblühungen und abplatzender Putz in der Nähe. Kondensationsschimmel sitzt dagegen eher in Ecken, an der Decke und hinter Möbeln. Sicher unterscheiden lässt sich das nur mit einer Messung im Mauerwerk.

Wie merkt man, dass man durch Schimmel krank wird?

Mögliche Anzeichen sind Reizungen von Augen, Nase und Atemwegen, Husten oder allergische Beschwerden, die sich in befallenen Räumen verstärken. Schimmel kann laut Umweltbundesamt Asthma auslösen oder verschlimmern. Ein Grenzwert existiert nicht, und die Beschwerden sind unspezifisch. Wer einen Zusammenhang vermutet, sollte ihn ärztlich abklären lassen.

Ist Schimmel im Keller von der Gebäudeversicherung gedeckt?

In der Regel nicht als eigenständiger Schaden. Die Wohngebäudeversicherung zahlt meist nur, wenn der Schimmel Folge eines versicherten Ereignisses ist, etwa eines Leitungswasserschadens. Schimmel durch Kondensation oder eine alte, undichte Abdichtung gilt als Bau- oder Nutzungsmangel. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags, fragen Sie im Zweifel beim Versicherer nach.

Reicht Lüften gegen Schimmel im Keller?

Lüften reicht nur, wenn die Feuchtigkeit aus der Luft kommt, also bei Kondensation. Dann hilft es, im Sommer nur nachts oder früh morgens zu lüften und tagsüber die Fenster geschlossen zu halten. Ist das Mauerwerk durch aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchte nass, kann Lüften das Problem nicht lösen. Dann braucht es eine Abdichtung.

Was kostet die Beseitigung von Schimmel im Keller?

Kleine Flächen selbst zu entfernen kostet wenig. Teuer wird die Ursache: Eine Horizontalsperre per Injektion kostet 80 bis 250 Euro pro Laufmeter, eine Innenabdichtung mit Dichtschlämme 80 bis 150 Euro pro m² und eine Außenabdichtung mit Erdaushub 350 bis 500 Euro pro Laufmeter, jeweils netto, Stand 2026.

Feuchten Keller messen und dauerhaft abdichten lassen

RAMA Abdichtungstechnik ist Dachdeckermeisterbetrieb in dritter Generation mit Sitz im Otto-Ernst-Weg 3, 65929 Frankfurt-Unterliederbach. Wir führen Kelleraußenabdichtungen, Injektionsverfahren und Innenabdichtungen im gesamten Rhein-Main-Gebiet durch, mit CM-Messung und Thermografie, bevor wir eine Lösung empfehlen. Auf unsere Abdichtungsarbeiten geben wir 10 Jahre Garantie, ohne Aufpreis.

Dach, Balkon oder Keller undicht? Kostenlose Besichtigung – 069/36007080

Jetzt anfragen

Erstbesichtigung und Kostenvoranschlag sind kostenlos, eine Vor-Ort-Diagnose gibt es auf Anfrage. Rufen Sie an unter 069/36007080 oder → Termin anfragen. Mehr zur Abdichtung in Frankfurt am Main.

Weiterlesen: Feuchte Wände: Ursachen erkennen · Kellerwand abdichten: innen oder außen? · Was eine Keller-Trockenlegung kostet